Fundamentals of Photography Grundlagen der Fotografie
An introduction into the history and present of the photographic medium and its multiple forms Eine Einführung in die Geschichte und Gegenwart des Mediums Fotografie und seiner vielfältigen Formen

Lecturer
Marco De Mutiis
Date and Location
Tuesday, 11:00–13:15 – L102 (from 7 April)
About
This course explores the fundamentals of photography, tracing its development over the past 200 years to the present day. Rather than approaching photography as a single, unified medium, it opens it up as a field of competing practices, functions, meanings and ways of seeing; shaped by power, emotion, persuasion, and resistance, and entangled in a network of different actors, human and non-human, and their relations.
The course is structured around four thematic clusters. The first, Power and Institution, examines how photography has been used to police, surveil, archive, and index — from forensic and scientific documentation to typological series and landscape surveys. The second, Affect and Subjectivity, explores photography’s role in witnessing, mourning, remembering, and translating across media — from war photography and social documentary to family albums and conceptual work. The third cluster, Persuasion and Spectacle, looks at how photography seduces, constructs, and simulates — encompassing advertising and fashion, staged and fabricated imagery, and the collapse of photographic truth in the age of CGI and AI-generated images. The fourth, Agency and Resistance, addresses photography as a tool of activism, collective memory, and circulation — from decolonial documentary and feminist practice to photobook culture and social media.
Throughout, the course draws on a wide range of historical and contemporary practitioners and situates their work within broader cultural, political, and technological contexts.
Learning Objectives
Students will develop a critical understanding of the history and diversity of photographic practice across documentary, artistic, commercial, and computational forms. They will learn to analyse images semiotically and situate photographic work within its cultural, institutional, and media contexts. They will also gain practical experience in image-making, combining analogue and digital approaches, and develop a vocabulary for discussing photography’s evolving role in contemporary visual culture.
Assessment
Students will submit a self-directed final project, choosing one of the following formats:
A. A photographic series of 5–10 prints
B. A photo book dummy (printed and as PDF)
C. A digital project (website, digital collage, or interactive documentary)
Dozent
Marco De Mutiis
Termin und Ort
Dienstag, 11:00–13:15 Uhr – L102 (ab 7. April)
Inhalt
Dieses Modul vermittelt die Grundlagen der Fotografie und verfolgt ihre Entwicklung über die vergangenen 200 Jahre bis in die Gegenwart. Anstatt Fotografie als ein einheitliches Medium zu betrachten, öffnet es den Blick auf ein Feld konkurrierender Praktiken, Funktionen, Bedeutungen und Sehweisen – geprägt durch Macht, Emotion, Überzeugung und Widerstand, und eingebettet in ein Netzwerk verschiedener Akteure, menschlicher wie nicht-menschlicher, und ihrer Beziehungen zueinander.
Der Kurs ist in vier thematische Schwerpunkte gegliedert. Der erste, Macht und Institution, untersucht, wie Fotografie eingesetzt wurde, um zu kontrollieren, zu überwachen, zu archivieren und zu ordnen – von forensischer und wissenschaftlicher Dokumentation bis hin zu typologischen Serien und Landschaftsvermessungen. Der zweite, Affekt und Subjektivität, beleuchtet die Rolle der Fotografie beim Bezeugen, Trauern, Erinnern und im Dialog mit anderen Medien – von Kriegsfotografie und sozialem Dokumentarismus bis zu Familienalben und konzeptuellen Arbeiten. Der dritte Schwerpunkt, Überzeugung und Spektakel, befasst sich damit, wie Fotografie verführt, konstruiert und simuliert – von Werbung und Modefotografie über inszenierte und fabrizierte Bilder bis hin zur Auflösung fotografischer Wahrheit im Zeitalter von CGI und KI-generierten Bildern. Der vierte, Handlungsmacht und Widerstand, behandelt Fotografie als Werkzeug des Aktivismus, des kollektiven Gedächtnisses und der Bildverbreitung – von dekolonialer Dokumentarfotografie und feministischer Praxis bis zu Fotobuchkultur und sozialen Medien.
Der Kurs stützt sich auf ein breites Spektrum historischer und zeitgenössischer Positionen und verortet diese in ihren kulturellen, politischen und technologischen Zusammenhängen.
Lernziele des Moduls
Die Studierenden entwickeln ein kritisches Verständnis der Geschichte und Vielfalt fotografischer Praxis – in dokumentarischen, künstlerischen, kommerziellen und computerbasierten Formen. Sie lernen, Bilder semiotisch zu analysieren und fotografische Arbeiten in ihre kulturellen, institutionellen und medialen Kontexte einzuordnen. Darüber hinaus sammeln sie praktische Erfahrungen in der Bildgestaltung – mit analogen und digitalen Ansätzen – und erarbeiten sich ein Vokabular, um über die sich wandelnde Rolle der Fotografie in der zeitgenössischen Bildkultur zu sprechen.
Leistungsnachweis
Die Studierenden weisen ihre Lernfortschritte durch ein eigenständiges Abschlussprojekt nach. Dabei wählen sie eines der folgenden Formate:
A. Eine fotografische Serie von 5–10 Abzügen
B. Ein Fotobuch-Dummy (gedruckt und als PDF)
C. Ein digitales Projekt (Website, digitale Collage oder interaktiver Dokumentarfilm)