Reading and Notes Lesen und Exzerpieren

Exercise

Using the research question from last week, collect five sources and bring them to the next session:

  1. Two primary sources (for example the work itself, an interview, an artist statement or a design brief)
  2. Three secondary sources (for example books, articles or catalogue texts)

For each source, write two or three sentences explaining what it offers for your question and how you judged its reliability. Give each source as a full reference in Chicago author-date style. If you used an AI tool at any point, note which one and for what.

Create a folder with your name and surname in this shared folder, add a word document titled “Sources” with your sources and explanations.


Introduction

Once you have collected sources, the next task is to read them in a way that serves your question. Academic texts are rarely meant to be read from the first line to the last, and no one can remember everything they read. This session is about reading strategically, taking notes that you can still use weeks later, and keeping your sources organised so that your text can grow from them.

Reading with a Question

Reading for research is different from reading for pleasure or for an exam. You are not trying to absorb a text, but to find out what it offers for your question. Before you start, decide what you want from it: a definition, an argument to respond to, evidence, a method, or a way of describing a work.

A useful approach is to read in several passes . In a first pass, look at the title, abstract or introduction, the headings and the conclusion, to understand what the text claims and whether it matters for you. In a second pass, read the parts that matter more carefully, following the argument and marking key passages. A third, full reading is only worth the time for the few texts that are central to your work. For books, this usually means choosing chapters rather than reading from cover to cover.

Reading Difficult Texts

Theory can be dense, and difficulty is not always a sign that you are doing something wrong. A few habits help. Find the main claim first and read the details afterwards. Look up unfamiliar terms, but do not stop at every one. Put difficult passages in your own words, out loud or on paper, and notice where you cannot. Read the text with another person, or find a short secondary text that introduces it. If a passage remains unclear after two readings, mark it and move on. It may become clearer when you return to it later.

Taking Notes

Three kinds of notes are useful, and it helps to keep them visibly apart:

  • Quotations copy the author’s exact words, inside quotation marks, with the page number. Use them sparingly, for passages whose precise wording matters.
  • Paraphrases and summaries restate the author’s ideas in your own words, with the page number. They show whether you have understood the text.
  • Your own comments record what you think: agreement, objections, questions, connections to other sources or to your own project.

Always mark which kind each note is, and always write down where it came from. Write short notes rather than long ones. A note that sums up one idea in a few sentences, and says why it matters for your question, will be more useful than a page of copied text. The same applies to images and designs: note what you see and where you saw it, in addition to what you think about it.

Organising Your Sources

A reference manager keeps your sources, notes and PDFs in one place and generates references and bibliographies in the style you need. Zotero is free and open source, works with Chicago author-date and many other styles, and can save a source from a web page or catalogue with one click. Start your library now, with the five sources you collected last week, and add the full reference details when you first save a source. Looking for them again at the end is much harder.

Exercise for Next Session

Choose the most important secondary source from your collection and read it with your question in mind. Then prepare:

  1. A summary of its main argument in one paragraph (about 100 words), in your own words
  2. Three passages that matter for your question, each as a quotation or a paraphrase with the page number
  3. Two or three comments of your own: where you agree, where you disagree, and what it makes you want to look at next
  4. The full reference in Chicago author-date style

Also set up a Zotero library, and add your five sources to it. Bring your notes to the next session, where we will use them to practise describing and analysing.

Übung

Sammelt mit der Forschungsfrage von letzter Woche fünf Quellen und bringt sie zur nächsten Sitzung mit:

  1. Zwei Primärquellen (zum Beispiel die Arbeit selbst, ein Interview, ein Künstler:innenstatement oder ein Design-Briefing)
  2. Drei Sekundärquellen (zum Beispiel Bücher, Artikel oder Katalogtexte)

Schreibt zu jeder Quelle zwei bis drei Sätze dazu, was sie für eure Frage leistet und wie ihr ihre Verlässlichkeit beurteilt habt. Gebt jede Quelle als vollständige Referenz im Chicago-Stil (Author-Date) an. Falls ihr an irgendeiner Stelle ein KI-Tool verwendet habt, notiert, welches und wofür.

Create a folder with your name and surname in this shared folder, add a word document titled “Sources” with your sources and explanations.


Einführung

Wenn ihr Quellen gesammelt habt, besteht die nächste Aufgabe darin, sie so zu lesen, dass sie eurer Fragestellung dienen. Wissenschaftliche Texte sind selten dafür gemacht, von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen zu werden, und niemand kann sich alles merken, was er oder sie liest. In dieser Sitzung geht es darum, strategisch zu lesen, Notizen zu machen, die ihr auch Wochen später noch nutzen könnt, und eure Quellen so zu ordnen, dass euer Text daraus wachsen kann.

Lesen mit einer Frage

Lesen für die Recherche unterscheidet sich vom Lesen zum Vergnügen oder für eine Prüfung. Ihr versucht nicht, einen Text aufzunehmen, sondern herauszufinden, was er für eure Frage leistet. Entscheidet vor dem Lesen, was ihr davon wollt: eine Definition, ein Argument, auf das ihr antworten könnt, Belege, eine Methode oder eine Weise, eine Arbeit zu beschreiben.

Ein hilfreiches Vorgehen ist, in mehreren Durchgängen zu lesen . Im ersten Durchgang betrachtet ihr Titel, Abstract oder Einleitung, die Überschriften und das Fazit, um zu verstehen, was der Text behauptet und ob er für euch relevant ist. Im zweiten Durchgang lest ihr die wichtigeren Teile genauer, folgt dem Argument und markiert Schlüsselstellen. Ein dritter, vollständiger Durchgang lohnt sich nur für die wenigen Texte, die für eure Arbeit zentral sind. Bei Büchern bedeutet das meist, Kapitel auszuwählen, statt das Buch von vorn bis hinten zu lesen.

Schwierige Texte lesen

Theorie kann dicht sein, und Schwierigkeit ist nicht immer ein Zeichen dafür, dass ihr etwas falsch macht. Einige Gewohnheiten helfen. Sucht zuerst die Hauptthese und lest die Details danach. Schlagt unbekannte Begriffe nach, bleibt aber nicht bei jedem hängen. Formuliert schwierige Passagen mit eigenen Worten, laut oder schriftlich, und achtet darauf, wo euch das nicht gelingt. Lest den Text mit einer anderen Person oder sucht einen kurzen Sekundärtext, der in ihn einführt. Wenn eine Passage nach zwei Lesedurchgängen unklar bleibt, markiert sie und geht weiter. Vielleicht wird sie später klarer.

Exzerpieren und Notizen machen

Drei Arten von Notizen sind nützlich, und es hilft, sie sichtbar voneinander zu trennen:

  • Zitate übernehmen die exakten Worte der Autorin oder des Autors, in Anführungszeichen und mit Seitenzahl. Verwendet sie sparsam, für Stellen, bei denen der genaue Wortlaut zählt.
  • Paraphrasen und Zusammenfassungen geben die Gedanken der Autorin oder des Autors mit euren eigenen Worten wieder, mit Seitenzahl. Sie zeigen, ob ihr den Text verstanden habt.
  • Eigene Kommentare halten fest, was ihr denkt: Zustimmung, Einwände, Fragen, Verbindungen zu anderen Quellen oder zum eigenen Projekt.

Markiert immer, um welche Art von Notiz es sich handelt, und schreibt immer auf, woher sie stammt. Schreibt lieber kurze als lange Notizen. Eine Notiz, die einen Gedanken in wenigen Sätzen zusammenfasst und sagt, warum er für eure Frage wichtig ist, ist nützlicher als eine Seite kopierten Textes. Dasselbe gilt für Bilder und Designs: Notiert, was ihr seht und wo ihr es gesehen habt, zusätzlich dazu, was ihr darüber denkt.

Quellen organisieren

Ein Literaturverwaltungsprogramm hält Quellen, Notizen und PDFs an einem Ort zusammen und erstellt Referenzen und Literaturverzeichnisse im benötigten Stil. Zotero ist kostenlos und quelloffen, funktioniert mit Chicago Author-Date und vielen anderen Stilen und kann eine Quelle mit einem Klick von einer Webseite oder aus einem Katalog speichern. Legt jetzt eure Bibliothek an, mit den fünf Quellen, die ihr letzte Woche gesammelt habt, und ergänzt die vollständigen Angaben, wenn ihr eine Quelle zum ersten Mal speichert. Sie am Ende wieder zu suchen ist viel mühsamer.

Übung für die nächste Sitzung

Wählt die wichtigste Sekundärquelle aus eurer Sammlung und lest sie mit Blick auf eure Frage. Bereitet dann vor:

  1. Eine Zusammenfassung ihres Hauptarguments in einem Absatz (etwa 100 Wörter), in euren eigenen Worten
  2. Drei Passagen, die für eure Frage wichtig sind, jeweils als Zitat oder Paraphrase mit Seitenzahl
  3. Zwei oder drei eigene Kommentare: wo ihr zustimmt, wo ihr widersprecht und was ihr als Nächstes betrachten möchtet
  4. Die vollständige Referenz im Chicago-Stil (Author-Date)

Legt außerdem eine Zotero-Bibliothek an und fügt eure fünf Quellen hinzu. Bringt eure Notizen zur nächsten Sitzung mit, in der wir damit das Beschreiben und Analysieren üben.